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RABENAU (mb). Mit "Geocaching", einer modernen Form
der Schnitzeljagd, stellte Delta Tours jetzt eine
neue Art der Freizeitgestaltung vor. Eingeladen
hatten Geschäftsführer Dirk Becker und sein
Mitarbeiter Jürgen Eichhorn Vertreter des örtlichen
Oberhessischen Gebirgsvereins, des Verkehrsvereins
und Mitarbeiter der Verwaltung. Nach einem
theoretischen Einstieg ging es nach draußen, wo die
soeben erworbenen Kenntnisse praktisch ausprobiert
werden konnten. Es wurden GPS (Global Positioning
System)-Geräte ausgeteilt, in die Koordinaten
eingespeist wurden. Nach einer kurzen Zeit zeigte
das Gerät die Richtung, die Entfernung und die
ungefähre Zeit an, in der das Ziel zu erreichen sei.
Doch das war nur der Anfang. Am ersten Ausgangspunkt
angekommen, galt es für die Teilnehmer einige
Aufgaben zu lösen. So mussten sie die Apfelbäume
zählen, die höher als sechs Meter waren.
Anschließend galt es die Birken zu zählen, aber nur
die, die das Kriterium "neuer Weg und Koppel"
erfüllen. Auch musste die zweistellige Quersumme des
Alters der Tischbeine gebildet werden. All diese
Angaben wurden anschließend zum Bestandteil einer
Rechenaufgabe. Als diese erfolgreich gelöst worden
war, wurden die Koordinaten wieder in das GPS-Gerät
eingegeben und jetzt zeigte es den Weg zu einem
Schatz. Die Schätze bestehen zumeist aus Dosen "voller
netter kleiner Dinge". Anbei ist auch ein Logbuch,
in das man sich nach erfolgreichem Finden eines
Schatzes einträgt. Doch man nimmt nicht den
kompletten Inhalt heraus, sondern es werden Sachen
ausgetauscht und die Dose samt neuem Inhalt wird für
den nächsten Sucher wieder versteckt. Die Teilnehmer
des Probelaufs bei Delta Tours hatten eine Menge
Spaß beim Lösen der Aufgaben und dem Suchen des
Schatzes Doch sie waren nicht zufällig eingeladen
worden. Wie Eichhorn erläuterte, seien rund 30
Schätze in der Rabenau versteckt. Um diese zu
finden, benötige der Schatzsucher natürlich
Hinweise. Diese seien oftmals kleine laminierte
Zettel, die an Ketten befestigt bei
Markierungssteinen ausgelegt werden. Die Vertreter
der Vereine kümmern sich in regelmäßigen Abständen
um das Freischneiden und Pflegen der Steine. Damit
die Hinweise auch nach den Pflegemaßnahmen noch an
Ort und Stelle zu finden seien, müsse man die
Beteiligten informieren, auf was sie zu achten
hätten. Was eigentlich das Besonders an "Geocaching" sei,
auch dies konnten Eichhorn und Becker erläutern.
"Geocaching" sei mit einer Menge Spaß verbunden. Man
habe Spaß bei den Knobeleien, die nötig seien, um
die Aufgaben zu lösen. Spaß bringe auch die
Herausforderung, die mit dem Suchen verbunden sei.
Darüber hinaus sei "Geocaching" ein "Rausgehen mit
einem Ziel" und so auch für Familien mit Kindern und
Jugendlichen geeignet. Natur und Computer würden auf
sinnvolle Art und Weise miteinander kombiniert. Wie Lutz Neumeier, der ebenfalls an dem Testlauf
teilnahm, zu bedenken gab, ziehe ein solches Angebot
auch Touristen an. Neben den Schätzen, die es zu
finden gelte, könne man einen schönen Tag
verbringen, Aussichtspunkte entdecken und etwas über
die Gegend erfahren. Deshalb sei der Rabenauer
Höhenwanderweg geradezu ideal für diese
Freizeitgestaltung. Der rund 30 Kilometer lange
Rundwanderweg eigne sich hervorragend für eine
Cache-Serie, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad
bewältigt werden könne.
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